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ProspeKtive
Die Gebäude von morgen nach innovativen Nutzungsmöglichkeiten und neuen Interaktionen zu gestalten, erfordert die Nutzung akademischer Forschung. Da wir an die Kraft der Zusammenarbeit und an die Offenheit der Ideen glauben, teilen wir hier mit Ihnen die von unseren Experten geleiteten Forschungsarbeiten.
zur Titelzeile!
Kognitive Ermüdung und Arbeitsumgebungen: Was Großraumbüros nicht zeigen
Das Großraumbüro hat sich fast ohne Widerspruch als organisatorische Selbstverständlichkeit etabliert. Es wird unmittelbar mit Informationsfluss, der Erreichbarkeit von Teams und einer Form von Modernität am Arbeitsplatz assoziiert – das Bild ist ansprechend (ArchDaily, 2017). Und doch zeigt sich eine andere Realität, wenn wir uns den Arbeitsalltag genauer ansehen. Subtiler, weniger „spektakulär“, aber sehr real: kognitive Ermüdung. Sie tritt nicht plötzlich wie ein Zwischenfall auf. Sie schleicht sich ein und verwurzelt sich durch die Wiederholung kleiner Anstrengungen: konzentriert bleiben, Anforderungen bewältigen, mit Unvorhergesehenem umgehen – und dabei weiterhin qualitativ hochwertige Arbeit leisten.
Wänden ein Gedächtnis verleihen, um den Verkehrsfluss zu optimieren und das Arbeitserlebnis zu verändern
Was wäre, wenn sich Ihr Gebäude erinnern könnte? Heute leiden unsere Arbeitsräume unter einer Art wirtschaftlicher und organisatorischer Amnesie. Jeden Tag fangen sie bei Null an, beleuchten leere Etagen und heizen Geisterbüros, als hätten sie nichts aus dem Vortag gelernt. Doch ein tiefes Verständnis der Nutzerdynamik erweist sich angesichts der Immobilienkosten, die zwischen 10 und 20 Prozent der gesamten Arbeitskosten ausmachen (X. Baron, 2011), als unerlässlich. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine doppelte Frage: Warum und wie?
Wiederverwendung: Hin zu einem ressourcenbasierten Ansatz in der Architektur
Wenn wir uns mit der Wiederverwendung in der Bauindustrie befassen, stellen wir fest, dass sich eine Vielzahl von Studien und Forschungsprojekten auf die Lieferkette konzentriert: Wie kann man mit wiederverwendeten Materialien wie Holz, Stahl usw. bauen? Es gibt jedoch nur wenige Informationen über Praktiken, die Umsetzung oder darüber, ob die aktuellen Projektabläufe mit Initiativen zur Wiederverwendung und zum Recycling vereinbar sind.
Angesichts der Beschleunigung des ökologischen Wandels müssen wir Einblicke in die mit der Wiederverwendung verbundenen Herausforderungen geben und Denkanstöße zu unserer Fähigkeit liefern, uns an veränderte Praktiken und Projekte anzupassen.
Wenn der Wartebereich unseren Eindruck prägt
Der Wartebereich wird oft als einfacher Ort des Durchgangs wahrgenommen, fast schon als banal. Er spielt jedoch eine viel wichtigere Rolle, als es den Anschein hat: Er beeinflusst die Gemütsverfassung der Patienten, ihren Stresslevel und sogar ihre Wahrnehmung der Qualität der Versorgung und der Einrichtung. Forschungen in den Bereichen Managementwissenschaften und Psychologie haben seit langem gezeigt, dass die physische Umgebung unsere Gefühle prägt (Bitner, 1992). Der Wartebereich, der erste konkrete Kontakt mit der medizinischen Welt, bildet keine Ausnahme von dieser Regel (DCunha et al., 2021). Beleuchtung, Komfort, Sitzanordnung, Umgebungsgeräusche ... all diese Details zusammen schaffen ein einzigartiges Erlebnis. Auf diese oft unterschätzte Rolle wollten wir uns konzentrieren. Zu diesem Zweck haben wir zwei aufeinanderfolgende Studien durchgeführt – eine qualitative und eine quantitative –, die zusätzliche Erkenntnisse darüber liefern, wie die Gestaltung eines Raumes das Patientenerlebnis beeinflusst.
Telearbeit und private Mobilität: unterschiedliche Auswirkungen je nach Art der täglichen Aktivitäten
In einer Zeit, in der Telearbeit zu einem festen Bestandteil der beruflichen Praxis wird, werden ihre Auswirkungen auf die tägliche Mobilität genau unter die Lupe genommen. Der von Anne Aguiléra, Eléonore Pigalle und Leslie Belton-Chevallier gemeinsam verfasste Artikel untersucht die Wahrnehmung von Veränderungen in der Häufigkeit privater und lokaler Fahrten unter französischen Arbeitnehmern nach der Einführung von Telearbeit. Diese Studie hebt gegensätzliche Auswirkungen hervor, die von der Art der Tätigkeit, dem Profil der Telearbeiter und ihrem Wohnort abhängen.